Vereinsgeschichte


Der heutige Name unseres Dojo lautet

“Karate-Dojo-Kiyomasa, Neuburg a.d. Donau e.V.“

und wir haben zur Zeit etwa 90 aktive und passive Mitglieder.

Doch angefangen hat alles ganz anders.

Gegründet wurde der Verein von Peter Kamphans. Er hatte es in seiner Heimatstadt Warendorf in einem DKB-Dojo bis zum 5. Kyu (Violettgurt) gebracht, als es ihn 1973 aus beruflichen Gründen nach Neuburg verschlug.

Zu dieser Zeit gab es in Neuburg kein Shotokan-Karate. Um ein Dojo gründen zu können, ließ sich Peter Kamphans erst einmal vom damaligen DKB-Präsidenten schriftlich bestätigen, dass er als 5. Kyu zur selbständigen Leitung geeignet war.

Nach dem Bayerischen Vereinsgesetz waren zur Gründung eines Vereins mindestens sieben Personen erforderlich.  Als Peter Kamphans noch sechs andere Begeisterte gefunden hatte, rief er im Jahre 1974 das “Karate-Dojo, Neuburg a.d. Donau e.V.“ ins Leben. Heute gehört von den Gründungsmitgliedern niemand mehr dem Dojo an.

Ein großes Problem in Neuburg war es, eine Sporthalle zugewiesen zu bekommen.

Die erste Zeit trainierten wir in der alten Turnhalle der „Marstall-Schule“ - sie hatte einen Steinboden, keine Heizung, der Trainingsraum war durch Säulen „aufgelockert“ und, nach dem Training gab es keine Möglichkeit zum Duschen.

Mit der Zeit kristallisierte sich ein Dreierbund aus Peter Kamphans, Ralf Köchl und Wolfgang Finze heraus, denen es gelang die  mitgliederarme Zeit zu meistern.

Die Devise lautete damals: nur nicht aufgeben, irgendwann werden wir schon mehr!

1981 verließen wir den DKB und wechselten zum S.K.I.D. und dessen Bundestrainer, Herrn Nagai Shihan (8. Dan).

1982 legte Peter Kamphans die Prüfung zum Sho-Dan (1. Dan) erfolgreich ab.

Mittlerweile trainierten wir drei Mal in der Woche, am Wochenende besuchten wir Lehrgänge oder nahmen an verschiedenen Turnieren und Wettkämpfen teil. Über Anfänger- und Selbstverteidigungskurse, auch speziell für Frauen, Kurse an der Volkshochschule Neuburg und Veranstaltungen im Rahmen des Ferienprogramms des Kreisjugendrings versuchten wir Interessierte für das Karate-Do zu gewinnen.

Die Mitgliedersituation verbesserte sich zusehends, und Mitte der 80er Jahre teilten wir den Trainingsbetrieb in eine Anfänger- und Kindergruppe und in eine Fortgeschrittenengruppe (ab 6. Kyu / Grüngurt) auf. Peter Kamphans widmete sich ob seiner größeren Geduld den Kindern und Anfängern, Ralf Köchl „schleifte“ die Fortgeschrittenen.

1988 schlossen wir Freundschaft mit dem Karateclub in  Seté (Partnerstadt Neuburgs) und festigten die Beziehungen durch gegenseitige Besuche.

Ab 1989 ging es in vielerlei Hinsicht aufwärts mit uns. Peter Kamphans legte die Prüfung zum Ni-Dan (2. Dan) und Ralf Köchl die Prüfung zum Sho-Dan (1. Dan) erfolgreich ab.

1990 wurde uns von Herrn Nagai Shihan der Vereinsname „Kiyomasa“ verliehen. Natürlich änderten wir unser Vereinsemblem und tragen seitdem das Familienwappen des angesehenen Samurai Kato Kiyomasa am Karate-Gi.

Mit Hannes Schmidt, Matthias Hillner und Wolfgang Finze hatten wir ab 1991 drei weitere Dan-Träger in unseren Reihen. Im selben Jahr ließen sich Peter Kamphans erfolgreich zum San-Dan (3. Dan) und Ralf Köchl zum Ni-Dan (2. Dan) prüfen.

Anfang der Neunziger Jahre kannte man im S.K.I.D. u.a. die Namen von Hannes Schmidt, Matthias Hillner, Dominik Freitag und Nicole Klippel recht gut. Sie hatten bei nationalen Turnieren und Meisterschaften beachtlichte Erfolge erzielen können. Hannes Schmidt wurde sogar in den Nationalkader des S.K.I.D. aufgenommen.

Trotz engagierter Arbeit der Trainer gingen die Mitgliederzahlen Mitte der 90er Jahre wieder zurück. Als „Volltreffer“ erwiesen sich dann die von Peter Kamphans initiierten Seniorenkurse. Dieser war seit 1998 Inhaber des Yon-Dan (4. Dan) und durfte den Titel „Sensei“ führen, Ralf Köchl war jetzt San-Dan (3. Dan).

Die Namen in unseren Wettkampfstartlisten ab der Jahrhundertwende waren vor allem Sonja Fridlin (1. DAN seit 2002), Petra Berchermeier, Benedikt und Monika Schmid.

Die Jahre 2001 und 2002 brachten tiefgreifende Änderungen. Während Schorsch Schmid in seiner Heimatgemeinde mit der Karategruppe Ehekirchen die Mitgliedszahlen von Kiyomasa nach oben brachte, beendete Peter Kamphans sein Engagement bei Kiyomasa, Ralf Köchl wurde neuer Trainer und Dojo-Leiter.

Durch Kinder- und Jugendtraining an zusätzlichen Abenden konnten wir das Trainingsangebot stark erweitern. So bieten wir heute vier Trainingseinheiten an verschiedenen Abenden und für Frühaufsteher auch ein Vormittagstraining an.

Schorsch Schmid (1. Dan seit 2005) ist stellvertretender Trainer. Sein Sohn Bene Schmid (1. Dan seit 2006), sowie Jürgen Schmidt, Sepp Bauch und Petra Berchermeier sind weitere Übungsleiter bei Kiyomasa.

Beim Sommer-Gasshuku in Leinzell legt Ralf Köchl vor Nagai Shihan (8. DAN) und Murakami Sensei (6. DAN) die Prüfung zum 5. DAN ab.

Im Oktober 2008 kündigen Schorsch Schmid und sein Sohn Bene ihre Vereinsmitgliedschaft.

Ralf Köchl (5. Dan)                                                                        Neuburg, 10/2008