Archiv 2010



Fotogalerie Deutsche Meisterschaft

Fotogalerie Bayerische Meisterschaft

Fotogalerie Lehrgang Neuburg

Fotogalerie Weihnachtsfeier



12.12.2010


Kiyomasa-Weihnachtsfeier 2010 mit Nachtwächterwanderung

Zum dritten Mal trafen sich die Karatekas vom DOJO KIYOMASA und ihre Angehörigen zu ihrer Weihnachtsfeier nun beim Luggi Herbinger in der Blauen Traube in der Neuburger Altstadt.
Aber vor dem gemütlichen Zusammensitzen mussten alle ein bisschen frieren, denn man drehte bei Minusgraden mit dem Neuburger Nachtwächter eine Runde in der Oberen Stadt.
Herr Otto Heinrich, ausgerüstet mit Umhang, Hellebarde und Laterne und nicht verwandt mit dem früheren Kurfürsten Ottheinrich, erwartete uns bei der Tourist-Info.
In der kommenden Stunde erfuhren wir Interessantes über die alten Bauten der Altstadt wie den Marstall, das Stadttheater oder auch das Rathaus und die Hofkirche deren Turm schon einmal eingestürzt war. Und er erklärte so manchen alten Begriff - etwa was das „in den Seilen hängen“ früher bedeutete oder wofür der bauliche Abstand zwischen den Häusern, genannt Reihe oder Rinne, gut war.
Die Tour endete an der heutigen Provinzialbibliothek, ehemals eine Kirche, direkt am wunderschönen Karlsplatz. Dieser bot mit den Lichterketten behängten Bäumen die ihn rahmen, dem gut besuchten Weihnachtsmarkt und dem Schnee einen geradezu grandiosen Anblick.
Durchgefroren und hungrig waren wir dennoch froh, endlich in der Blauen Traube zu sitzen. Die gemütliche Wirtschaft, vom Luggi seit 30 Jahren als Wirt betrieben, war in früherer Zeit mal ein Wein-Lokal und der Nachtwächter wusste auch dessen Geschichte und, dass der damalige Wirt seine erste Weinlieferung im Magistrat auslösen musste, weil die Weinsteuer nicht entrichtet worden war.
Sehr viel Lob gab es für das schmackhafte Essen und die emsigen Bedienungen Gisela und Renate.
Im Anschluss eröffnete Kiyomasa-Vorsitzender Ralf Köchl die Feier auch offiziell mit einem kurzen Jahresrückblick. Sebastian Kaindl und Riccardo Reichstein, die leider nicht anwesend waren, wurdenfür zehn Jahre Mitgliedschaft mit Urkunden geehrt. Ebenso erhielt Matthias Hillner – er lebt und arbeitet seit Jahren in London – eine Urkunde für 20 Jahre Kiyomasa.
Zweiter Vorsitzender Georg Wurm schloss mit einer Laudatio für den dienstältesten Kiyomasa an. Auf bereits 35 Jahre Vereinszugehörigkeit bringt es der Erste Vorsitzende und Trainer Köchl. Georg hob vor allem auch dessen Faible für Korrektheit hervor, die Ralf Sensei nicht nur auf die Karate-Techniken bezieht, sondern auch auf das Verhalten seiner Karatekas allgemein. Als Dank wurden ihm neben einer Urkunde zwei Gutscheine für ein „Original Kimidinner“ im Schloss Grünau überreicht, das er zusammen mit seiner Freundin Rosi genießen kann. Besonders freute er sich aber über die wunderschöne Bleistiftzeichnung von Georg, die dieser für ihn gemalt hatte und als persönliches Geschenk überreichte.
So saß man noch manche Stunde in geselliger Runde zusammen, bevor sich die Letzten weit nach Mitternacht auf den Nachhauseweg machten.

(rk)


01.11.2010


Deutsche Karate-Meisterschaft des S.K.I.D.

Lena Baumgartner siegt in Kata


In Auerbach im Vogtland fanden am letzten Samstag die Deutschen Meisterschaften 2010 des S.K.I.D. statt, ausgerichtet vom dortigen Dojo Takeda.

Vom Neuburger Karate-Dojo machten sich die vier Kämpferinnen Magdalena Schmidt, Lena Baumgartner, Kathrin Kurpiers und Lena Kurpiers, sowie Melanie Jung als Betreuerin und Dojo-Leiter Ralf Köchl bereits am Freitagnachmittag auf den Weg ins sächsische Vogtland.

Am Samstag begann die Meisterschaft, bei der selbstverständlich auch der Bundestrainer Shihan Nagai (8. Dan) anwesend war, kurz nach 10.00 Uhr. Zunächst sprach der Oberbürgermeister von Auerbach, Herrn Manfred Deckert, ein Grußwort und wünschte allen Teilnehmern faire Kämpfe und einen verletzungsfreien Verlauf.
Danach durften die rund 120 Karatekas der Nachwuchsmeisterschaft ihr Können unter Beweis stellen - am Start waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene die noch keinen Schwarzgurt haben starten.
Von Kiyomasa mussten die Zwillinge Lena und Kathrin Kurpiers als erste in die Entscheidung bei der Gruppe der Mädchen 12 – 15 Jahre (8. und 7. Kyu, Gelb- und Orangegurt). Vom Hauptkampfrichter wurde die Kata Heian Shodan für alle als Pflicht-Kata vorgegeben. Beide zeigten eine fehlerfreie Kata mit sauberen Techniken, hatten jedoch zu wenig Kime (Spannung bzw. Kampfgeist) und konnten sich nicht fürs Finale qualifizieren. Lena Kurpiers verpasste das Finale aber lediglich um ein Zehntel und wurde Fünfte. Das Kumite wurde in Form des Sanbon-Kumite (drei Angriffe hintereinander) ausgetragen. Hier kam Lena Kurpiers eine Runde weiter, schied dann aber aus, weil sie die letzte Abwehr zu früh begann.

Wie bereits vor zwei Wochen bei der Bayerischen Meisterschaft gab es in der Kategorie von Lena Baumgartner zu wenige Starter, so dass die beiden gemeldeten Orangegurt-Damen der nächsten höheren Kategorie zugeordnet wurden. Hier traf Lena Baumgartner auf Violettgurte und qualifizierte sich mit der Kata Heian Nidan fürs Finale. Hoch motiviert trat sie dann gegen drei Violettgurte an, setzte sich mit ihrer fehlerlosen und starken Heian Nidan durch und wurde Siegerin. Beim Kumite lief es im Anschluss nicht so gut - sie schied in der ersten Runde aus.
Magdalena Schmidt kam in ihrer Gruppe weder in Kata, noch im Kumite über die Vorrunden hinaus.
Die Kindermannschaft von Kiyomasa hatte kurzfristig umbesetzt werden müssen.

Magdalena Schmid übernahm die Frontposition der Mannschaft und zeigte zusammen mit Kathrin Kurpiers und Lena Kurpiers die Kata Heian Shodan. In einer Kata-Mannschaft kann eine Position nicht so leicht ersetzt werden, denn sie ist ein eingespieltes Team, das vor allem synchron auftreten muss. Trotzdem erreichten die Kiyomasa-Mädels den sechsten Platz von insgesamt elf Mannschaften.

Aus bayerischer Sicht gab es noch Erfolge für Anja Weiss vom Dojo Sakamoto Burghausen, mit einem ersten Platz in Kata und einem dritten Platz im Kumite.
Bei den Deutschen Meisterschaften (Braun- und Schwarzgurte) konnte Hans-Peter Lechner (Dojo Lembukan Simbach) mit einem vierten Platz in Kata glänzen. Neuer Deutscher Meister im Kumite (Freikampf) wurde Roman Gerolt vom Dojo Edo München, der außerdem bei Kumite-Mannschaft zusammen mit Andy Schnierel und Marco Wäger siegte.

(rk)


24.10.2010


Bayerische Karate-Meisterschaft des S.K.I.D.

Zwei erste Plätze für Kiyomasa


Das Lembukan Karate Dojo aus Simbach nahm sein 30-jähriges Bestehen zum Anlass, die diesjährige Meisterschaft des Bayerischen S.K.I.D.-Landesverbands auszurichten.

Schon vor Beginn der Kämpfe gab es für jeden der Teilnehmer eine Urkunde mit dem Stadtwappen von Simbach und einen Karateaufkleber, sowie Begrüßungsworte des Simbacher Bürgermeisters Günther Wöhl.
Leider stellen sich immer weniger Karatekas den Herausforderungen eines Turniers, so dass mangels Meldungen viele der Kategorien schon im Vorfeld gestrichen oder zusammengelegt werden mussten.
Das Neuburger Dojo Kiyomasa war mit sechs Startern angetreten, um jeweils in Kata (Form) und Kumite (Kampf) zu punkten. Bei den Gürtelfarben bis einschließlich violett wird das Kumite in einem formatierten Partnerkampf (Sanbon- oder Kihon Ippon-Kumite) ausgetragen, da sich ein Freikampf (Jiyu-Kumite) für Anfänger noch nicht eignet.
Die Neuburger Dojo-Leiter Hannes Schmidt (2. Dan) und Ralf Köchl (5. Dan) waren während des gesamten Turniers als Kampfrichter eingesetzt, Köchl ausschließlich als Hauptkampfrichter.

Als erste Gruppe starteten die Buben und Mädchen (gemischt, bis 10 Jahre) in Kata. Von Kiyomasa trat Robert Schilke (Gelbgurt) an, der seine Sache sehr gut machte und über eine k.o.-Runde und eine Punkte-Runde in das Finale einzog. Mit einem vierten Platz verpasste er den erhofften Sprung aufs Podest nur knapp. Dies gelang in der Kategorie Mädchen (11 – 14 Jahre, bis Grüngurt) seinen Vereinskameradinnen Lena Kurpiers und Kathrin Kurpiers (beide Orangegurt) mit einem zweiten und einem dritten Platz. Sie mussten sich nur der einheimischen Chiara Lakomskis (Grüngurt) geschlagen geben. Die dritte Neuburger Starterin in dieser Gruppe, Regina Bühler (Orangegurt), konnte nicht ins Finale einziehen - sie hatte die beiden vorgeschriebenen Kiai (Kampfschrei) in ihrer Kata nicht gemacht und deswegen von den Kampfrichtern zwei Zehntel Punktabzug erhalten. Magdalena Schmidt (Violettgurt) und Lena Baumgartner (Orangegurt) wurden mangels genügend Starterinnen in ihren eigenen Gruppen einer höheren Damengruppe zugeordnet. Schmidt musste als Erste ran und kam mit einer nicht ganz sicher vorgetragenen Heian Yondan nicht weiter. Baumgartner trat immerhin gegen sieben Violettgurte an und schaffte mit der Kata Heian Nidan den Einzug ins Finale und schließlich den zweiten Platz hinter Anja Weiss (Violettgurt) vom Dojo Burghausen.

Bei Kata-Mannschaft der Kinder ließen die Mädchen von Kiyomasa (L. Kurpiers, K. Kurpiers, Bühler) nichts anbrennen. Obwohl auch sie als erste in die Ausscheidung gingen lagen sie schon nach der Vorrunde klar vorne. Im Finale wiederholten sie ihre Kata Heian Shodan absolut synchron und mit sauberen Techniken und siegten mit deutlichem Vorsprung vor Neumarkt St. Veith.

Beim Kumite gab es einen Neuburger Finalkampf zwischen Lena Kurpiers und Regina Bühler, wo sich Bühler durchsetzen konnte und den ersten Platz belegte. Robert Schilke hatte den ersten Kampf noch für sich entscheiden können, scheiterte dann aber. Lena Baumgartner musste bereits in der ersten Runde gegen die spätere Siegerin antreten und fiel trotz guter Leistung damit viel zu früh aus dem Wettbewerb.
Gute Arbeit leistete auch Melanie Jung, die während der Meisterschaft die Kiyomasa-Mannschaft betreute.


Platzierungen von Kiyomasa:
Lena Kurpiers, Kathrin Kurpiers, Regina Bühler (1. Platz Kata Mannschaft Kinder),
Regina Bühler (1. Platz Kumite), Lena Kurpiers (2. Platz Kata, 2. Platz Kumite), Lena Baumgartner (2. Platz Kata), Kathrin Kurpiers (3. Platz Kata), Robert Schilke (4. Platz Kata),

(rk)


17.07.2010


Karatelehrgang mit Prüfungen in Neuburg

Bundestrainer Nagai seit 30 Jahren bei Kiyomasa


Gleich zwei gute Gründe gab es, den Neuburger Dojo-Lehrgang mit Bundestrainer Nagai Shihan (8. Dan) am vergangenen Wochenende nicht zu besuchen – das herrliche und recht heiße Sommerwetter und die Viertelfinalbegegnung Deutschland - Argentinien bei der diesjährigen Fußball-WM, die am Samstag mitten in der Trainingszeit übertragen wurde.
Für diejenigen, die sich trotzdem einfanden lohnte es sich allemal.
Pünktlich um 15.00 Uhr begann Dojo-Leiter Ralf Köchl (5. Dan) mit 30 Minuten Gymnastik die alle Lehrgangsteilnehmer bereits ziemlich zum Schwitzen brachte. Danach übernahm Nagai Shihan das Training und die 35 Karatekas gerieten mit Kombinationen verschiedener Grundschultechniken ordentlich außer Atem. Wichtig war ihm vor allem, dass in der Endphase der jeweiligen Techniken auch eine komplette Spannung des gesamten Körpers herrschte. Um dies zu verdeutlichen zeigte der mittlerweile 68-Jährige schon mal selbst, worauf es im Karate ankommt. Da die mittleren Farbgurte (Orange-, Grün- und Violettgurte) fast komplett fehlten, teilte Nagai Shihan von Beginn an die Teilnehmer in zwei Gruppen und stellte unterschiedliche Anforderungen. Während die einen gefordert wurden, konnten die anderen kurz verschnaufen – aufgrund der hohen Temperaturen in der Halle war dies auch dringend erforderlich. Nach einer Stunde gab’s eine kurze gemeinsame Pause und dann war das Kumite-Training (Kampftraining) an der Reihe. Die große Aufmerksamkeit des Bundestrainers galt hier natürlich den Fortgeschrittenen (Braun- und Schwarzgurte), die ihren jeweiligen Partner vor allem mit Fußtritten angreifen mussten. Nach vorgegebenen Abwehren, hatte ein erfolgreicher Gegenangriff die Sequenz zu beenden.
Selbstverständlich wurde auch der dritte große Part im Karate, die Kata, geübt. Antonio Ceferino (5. Dan) vom Dojo Oberkochen brachte den Braun- und Schwarzgurten die Kata Nijushiho nahe, eine rhythmische Kata mit Wechsel von langsamen und schnellen Techniken.
Als ob noch nicht genug Schweiß geflossen wäre, forderte Nagai Shihan kurz vor 18.00 Uhr von der Oberstufe noch mehrere Runden Freikampf.
Nagai Shihan kommt nun schon seit 30 Jahren nach Neuburg zum Karate Dojo und gibt sein Wissen bei Lehrgängen weiter. Als einer der wenigen japanischen Großmeister ist er das ganze Jahr über seit Jahrzehnten unermüdlich unterwegs, um nicht nur die Techniken, sondern auch den dahinter stehenden Sinn des Kampfsports zu verbreiten.
Als Dank und Anerkennung hierfür überreichte ihm Ralf Köchl im Namen von Kiyomasa ein graviertes Weinglas und eine gute Flasche Rotwein.

Am Sonntag wurden nach einer Aufwärmgymnastik und einer weiteren Trainingseinheit dann die Gürtelprüfungen abgehalten. Sechs Weißgurte und sieben Gelbgurte hatten sich intensiv vorbereitet, den Gelbgurt bzw. orangefarbenen Gürtel zu erringen.
Vom Dojo Kiyomasa erhielten immerhin sieben von zwölf Prüflingen die Bestnote „A“.
Ältester Teilnehmer war übrigens Manfred Pethofer (Dojo Masamune) der mit 70 Jahren mit dem Karatetraining begann und erfolgreich die Prüfung zum Gelbgurt ablegte.

Prüflinge des Dojo Kiyomasa:
Zum Gelbgurt:
Neudeck Andreas, Schilke Robert, Suhogrlaj Endrit, (alle A), Fest Christian, Suhogrlaj Elmira (beide B).
Zum Orangegurt:
Baumgartner Lena, Bühler Regina, Kurpiers Kathrin, Kurpiers Lena (alle A), Reinold Selina, Rudolph Chantal, Rudolph Danielle (alle B).

(rk)


12.06.2010


3-Tages-Lehrgang mit Fumitoshi Kanazawa

Ulrich Tröger legt Prüfung zum 2. Braungurt ab

Zum wiederholten Male fand der dreitägige Pfingst-Lehrgang des S.K.I.D beim Dojo Sakura in Pirna statt. Wie immer wurde der Lehrgang von Bundestrainer Nagai Shihan (8. Dan) geleitet. Als Gasttrainer hatte er für diesen Bundeslehrgang Sensei Fumitoshi Kanazawa (5. Dan) aus Tokyo eingeladen. Fumitoshi Kanazawa ist der jüngste Sohn von S.K.I.-Chef Hirokazu Kanazawa (10. Dan),  der im Jahr 1978 die S.K.I.F. (Shotokan Karate International Federation) gründete, um den traditionellen Charakter des Shotokan Karate zu erhalten.

Auch einige Karatekas vom Dojo Kiyomasa wollten sich die Besonderheit eines Trainings bei einem jungen japanischen Meister nicht entgehen lassen.

Die erste Trainingseinheit wurde an den ersten beiden Tagen jeweils von Sensei Kanazawa übernommen. Einfache Angriffstechniken wie gerader Fauststoß oder Fußstoß nach vorne, die allerdings mit verschiedenen Abwehren kombiniert wurden und auch in bzw. nach Drehungen auszuführen waren, wurden so zu schweißtreibenden Aktionen. Sensei Kanazawa führte natürlich die Techniken selbst in Perfektion vor und erklärte Details. Großen Wert legte er auf die Koordination der Bewegungen, dem richtigen Zusammenspiel zwischen Armen, Beinen und Körper und die punktuelle Spannung am Ende der Techniken.

Im zweiten Teil des Trainings wurden die ca. 140 Lehrgangsteilnehmer in Leistungsgruppen aufgeteilt. Die Schwarzgurte verblieben bei Kanazawa und übten Techniken des Jiyu-Kumite (Kampf) für verschiedene Angriffsstufen oder als Abwehr für Fußtritte. Das Ergebnis überprüfte BT Nagai Shihan schließlich selbst und ließ die Schwarz- und Braungurte in mehreren Runden im Freikampf gegeneinander antreten.

Am zweiten Trainingstag wurde es für einige der Lehrgangsteilnehmer ernst. Unter den strengen Augen von BT Nagai, sowie Reinhard Nawe und Eugen Landgraf (beide 6. Dan), stellten sie sich zur Prüfung für den nächst höheren Farbgurt. Auch Ulrich Tröger von Kiyomasa war dabei und bestand seine Prüfung zum zweiten Braungurt (2. Kyu) nach guter Leistung (Note „B“). Dass die Prüfer an diesem Tag vor allem bei den höheren Farbgurten sehr kritisch urteilten – die Note „A“ wurde bei den Prüfungen zum 2. bzw. 1. Kyu nicht vergeben - war daran zu erkennen, dass hier ein Prüfling sogar mit der Note „C“ bewertet wurde.

(v.l.) Lena und Kathrin Kurpiers, Ulrich Tröger, Nagai Shihan, Fumitoshi Kanazawa Sensei, Ralf Köchl, Magdalena Schmidt


Am Pfingstmontag gab es dann noch ein zweistündiges Abschlusstraining mit Schwerpunkt Kata.

(rk)


21.03.2010


Zwei neue Braungurte beim Dojo Kiyomasa

Birgit Schwark und Pia Link bestehen ihre Prüfung zum 3. Kyu

Traditionell im März lud der S.K.I. Deutschland für letztes Wochenende zu einem Bundeslehrgang nach Greven (Nordrhein-Westfalen) ein. Und mit ebensolcher Regelmäßigkeit nehmen Karatekas vom Dojo Kiyomasa seit über 20 Jahren jährlich die lange Anfahrt von 640 Kilometern dorthin in Kauf, um sich weiter zu bilden.

Bei Bundeslehrgängen gastiert immer ein zweiter japanischer Trainer neben Bundestrainer Nagai Shihan (8. Dan). Heuer war dies erneut Sensei Shinji Tanaka (5. Dan) vom Zentral-Dojo in Tokio. Eine weitere Besonderheit ist, dass Prüfungen zum Braungurt nur bei solch hochwertigen Lehrgängen abgelegt werden können.

Gasttrainer Tanaka leitete auch die meisten der Trainingseinheiten.

Er begann mit Kihon (Grundschule) und einfachen Kombinationen wie Faust- und Fußstoß nach vorne. Vor allem legte er Wert auf korrekte Ausführungen und das Timing, wozu auch die richtigen Endstellungen nach den Techniken gehörten. In der zweiten Stufe wurden Verteidigungs- und Angriffstechniken dann kampfmäßig geübt, d.h. fließend und mehr aus der Bewegung heraus. Besonders achtete er auf den Einsatz der Hüfte zum richtigen Zeitpunkt, weil eine Abwehr oder ein Angriff erst dadurch die volle Wirkung erzielt. Dies demonstrierte er auch selbst immer wieder in Vollendung.

Nach einer Stunde wurden die ca. 80 Teilnehmer in drei Leistungsgruppen aufgeteilt. Sensei Reinhard Nave (6. Dan) übernahm die Anfänger (bis Grüngurt), Sensei Antonio Ceferino (5. Dan) die Violettgurte und Sensei Tanaka die Braun- und Schwarzgurte. In dieser Gruppe wurden jetzt Verteidigungsvarianten gegen Angriffe zum Kopf und Körper mit der Faust oder dem Fuß geübt, die nicht ganz so alltäglich waren. Immer wieder wurde klar, wie wichtig  der richtige Hüfteinsatz dabei ist. Im Anschluss erarbeitete man Feinheiten bei den Katas Tekki Shodan, Bassai Dai, Empi und Chinte, bevor Nagai Shihan die Braun- und Schwarzgurte nach nunmehr 3 ½ Stunden Training in mehreren Runden zum Jiyu-Kumite (Freikampf) forderte.

Das Sonntagstraining begann unter Leitung von Sensei Tanaka erneut mit Grundschule und verschiedenen Abwehr- und Angriffskombinationen.

Nach einer Stunde wurde die Sporthalle abgeteilt - während etwa 35 Karatekas die Prüfung zum nächst höheren Farbgurt ablegten trainierten die anderen mit Sensei Tanaka verschiedene Heian- (Schüler-) Katas, sowie die Katas Jion und Kanku Sho.

Vom Landesverband Bayern stellten sich die Violettgurte Birgit Schwark und Pia Link vom Dojo Kiyomasa, sowie Martina Wagner vom Dojo Masamune Neumarkt der Prüfung zum ersten Braungurt (3. Kyu). Der Braungurt ist der letzte Farbgürtel vor dem Schwarzgurt und dadurch auch eine entscheidende Stufe in der Karateausbildung.

Das Karate Dojo Kiyomasa gratuliert Martina, Birgit und Pia zur bestandenen Prüfung und ist stolz auf seine beiden neuen Braungurte, die diese große Herausforderung bestens gemeistert haben.

(rk)